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Die Sonntagspaddler

 

 mehr Bilder von den Sonntagspaddlern gibt es hier.


"Sonntagspaddler" - unter Kanuten ist das eigentlich ein Schimpfwort,  so wie "Sonntagsfahrer" im Straßenverkehr. Aber warum eigentlich? Montags, dienstags etc pp muss auch der Normalpaddler arbeiten, gepaddelt wird am Wochenende. Sonntags halt.

Trotzdem: Unsere Sonntagspaddler sind anders. Sie treffen sich nicht im Morgengrauen am Bootshaus, um hektisch Boote zu laden und viele Kilometer zur Einsatzstelle eines Flusses zu eilen, der der Lenne dann doch nicht das Wasser reichen kann.  Auf ihrem Programm steht stattdessen der Stadtbummel per Boot, natürlich durch Altena.  Ein Angebot, das sich zunehmender Beliebtheit unter den Mitgliedern des ACV erfreut.

"Sonntagsgepaddelt" wird jeden 2. Sonntag im Sommerhalbjahr, die Meute trifft sich um 12 Uhr (also zu erträglicher Zeit) am Bootshaus. Das Umsetzen von Autos und Anhänger zur Sauerlandhalle ist schnell erledigt, so dass es bald aufs Wasser gehen kann. Die zunächst erforderliche athletische Einlage  - der "Wehrschütt-Limbo" - dient zur Auflockerung, dann gleiten die  Boote über den Obergraben der Turbine im Werk Schwarzenstein entgegen. Mit etwas Glück begegnet den Sonntagspaddlern der Eisvogel, der hier sein Revier hat.

Am Ende des  Obergrabens wartet nach komfortabler Umtragung eine nette, anfängertaugliche Spielstelle auf die Sonntagspaddler. Dann geht es weiter durch die Industrieruine Schwarzenstein, die auf flottem Wasser zum Glück schnell durchquert ist. Es folgt die historische Steinerne Brücke, auch nach ihr sorgt ein kleiner Schwall für eine spritzige Fahrt. An dessen Ende kann man einen Blick auf den Pegel Altena werfen.

Jetzt kommt die Burg in den Blick und die Häuserreihe an der Einkaufsstraße. Oft blicken Passanten neugierig auf die Kanuten herab - der Stadtspaziergang per Boot ist sicher auch eine gute Werbung für den Verein. Natürlich beherrschen die Teilnehmer den Einkehrschwung perfekt und landen entweder bei der "Talstation" oder am "Lennekai" an, um sich  Apfelschorle und Cappuchino zuführen (Merke: Kein Bier vor vier)

Dann geht es weiter in Richtung Wagner-Wehr. Dafür war der Blick auf den Pegel wichtig, weil sich hier bei höheren Wasserständen eine unangenehme und manchmal auch gefährliche Walze bilden kann. Zum Glück ist das im Sommer, wenn die Sonntagspaddler unterwegs sind, nur selten der Fall und sie können in das landschaftlich wohl schönste Teilstück ihrer Tour einbiegen - den "Lennebogen" vor der Sauerlandhalle.  Fast senkrecht ragen am rechten Ufer Felsen aus dem Wasser, wieder lockt das ein oder andere Kehrwasser, bis dann das Sportzentrum und damit das Ende der Tour erreicht ist und die Boote aufgeladen werden können.